Motivation und Intention ergaben sich aus der Frage, wie man sich mittels der Kunst dem Thema „Intensivstation“ nähern kann.

„Existenzielle Fragen des Lebens stellen wir uns bewußt oder unbewußt. Besonders spürbar in Extremsituationen, wie in einer intensivmedizinischen Erfahrung.“

Vier KünstlerInnen erweitern den Begriff der ärztlichen Kunst um die je eigene persönliche Herangehensweise.

Ein Klangspezialist, ein Lichtkünstler, ein Tänzer und eine Hörspielmacherin befassen sich mit der Beobachtung von Extremsituationen. Mimik, Gestik, Bewegung werden zum Gegenstand der Beobachtung – Licht und Sound werden zur vierten Dimension.

Im Koma zu liegen, im eigenen Kopf eingesperrt zu sein, eine Nahtoderfahrung zu erleben oder im Prozess des Sterbens endgültig den eigenen Körper zu verlassen sind Zustände, die mit großen existentiellen und philosophischen/spirituellen Fragen verbunden sind.


„Diesem komplexen Thema nähern wir uns aus künstlerischer Perspektive: Wir untersuchen die ästhetische Dimension der sozialen Arrangements, die im Rahmen einer „Intensivstation“ entstehen. Uns interessiert, wie Wirklichkeit, Normen und Regeln in der alltäglichen medizinischen Praxis, bei der Kommunikation mit den Patienten funktionieren. In Interaktion mit den ZuschauerInnen soll diese Realität dargestellt und konstruiert werden. Mit den Mitteln des Tanzes, der Mimik und Gestik, und auch mit Videoinstallation und Licht & Sound, tasten wir uns in die Erfahrungssituation des Übergangs vor.“


Es gibt offenbar etwas im Menschen, das sich der empirischen Feststellung entzieht - ein In Between. Eine kollektive und persönliche Erfahrung von Transformation, Übergänge im Leben, ein Dialog zwischen Kunst und Medizin.