Max Portrait sw Kopie

Max Sudhues wurde 1977 in Münster geboren. 1997-1999 studierte er Philosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin, gleichzeitig war er freier Mitarbeiter an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz und bei der Jost Hering Filmproduktion, Berlin. Anschließend widmete er fünf Jahre dem Studium der Freien Kunst an der Kunstakademie Münster bei Paul Isenrath, Guillaume Bijl und Timm Ulrichs und wurde Meisterschüler von Prof. Timm Ulrichs. Im Studienjahr 2002/03 verbrachte er ein Gastsemester an der Städelschule Frankfurt bei Thomas Bayrle. Es folgten zwei Jahre Postgraduate Studies am HISK, Hoger Instituut voor Schone Kunsten, Antwerpen und Gent, Belgien. 

Max Sudhues lebt und arbeitet heute als bildender Künstler in Berlin.

 

Wichtige Preise und Stipendien:

2006/07: Stipendiat „Transfer“, NRW-Türkei, Istanbul und Izmir; 2006/07: DAAD Jahresstipendium für Belgien; 2008: Förderpreis Bildende Kunst, GWK, Münster; 2014: Sonderpreis der Kulturstiftung Sparkasse Unna; 2016: Artist Residency „Berlin-Gibraltar“, Gibraltar; 2016: „Expertenstipendium“ des Goethe-Instituts für Russland; 2017: Arbeitsstipendium der Stiftung Kunstfonds, Bonn.

 

Zum Projekt:

Die ärztliche Kunst wird hoch bewertet. Die Kunst des Künstlers kann sich mit der des Arztes im positiven Sinne mischen und vereinen. Ich möchte mit meiner Arbeit über einen humaneren Ansatz sprechen, den heilungsbezogenen Einsatz von Tages- und Kunstlicht und den genauen, menschlichen Blick auf den RAUM, der eine Intensivstation ist. Was macht dieser Raum, der im Übergang von Leben zu Tod, in Nahtoderfahrungen und im Zurückkommen auch ein Zwischen-Raum sein kann, mit den Menschen, die dort liegen oder arbeiten?

Meine ortsbezogene Intervention „I Need Your Shadow“ (zwei Overheadprojektoren, rotierend auf Drehbühnen, Farbfolien, Schatten von zersplittertem Sicherheitsglas) in der Jugendkirche München soll als Fragezeichen stehen, nicht als konkreter Vorschlag. Es geht mir darum, mit meinen künstlerischen Mitteln Gefühle und Gedanken über eine Situation als Licht-Bild umzusetzen und Raum sowie Betrachter in das Erleben und die Diskussion zu integrieren.