Kathi Portrait sw

Katharina Denk ist freie Dramaturgin und Lektorin für Theater, Film und Fernsehen. Sie studierte Dramaturgie an der LMU München in Kooperation mit der Bayrischen Theaterakademie August Everding. Bereits während ihres Studiums assistierte sie am Gärtnerplatztheater, am Prinzregententheater München und am Burgtheater Wien. 

Als Dramaturgin begleitete sie diverse Produktionen der Theaterakademie und der freien Szene und bekam 2009 die Debütförderung der Kulturhauptstadt München für "Fast Play“.

Sie wirkte bei den Studienbüchern "Monologe für Männer" und „Die Kunst der Dramaturgie" von Prof. Zehelhein und Prof. A. Roeder mit, erschienen in der Verlagsgruppe Seemann Henschel.

Darüber hinaus arbeitete sie als Story-Editorin für die Constantin Television/ BR und als Junior-Produzentin für Enigma Film.

Zum Projekt:

Um als Nicht-Mediziner einen ersten Zugang zu den Räumen und Situationen einer Grenzerfahrung zu bekommen, haben wir uns zunächst auf Recherche-Tour begeben: Wir haben die Intensivstation im Klinikum rechts der Isar besucht, mit Intensivmedizinern und dem Seelsorger über Komapatienten und das Sterben gesprochen, ein Interview mit einer ehemaligen Krankenschwester geführt, die eine Nahtoderfahrung hatte. 

Am Ende der Recherchen mussten wir feststellen: Es gibt offenbar etwas im Menschen, das sich der empirischen Feststellung entzieht – ein in between

Diese „Dazwischen“-Situationen sind vorsprachlich und es gibt noch keine Begriffe in der Wissenschaft für das Empfinden und Kommunizieren in Situationen der Grenzerfahrung wie Schlafen, im Koma liegen oder Sterben. 

„Was kann Kunst auf der Intensivstation?“ Diese Frage haben sich die Künstler gestellt und sie soll auch als Diskursauftrag, im Dialog zwischen Kunst und Medizin, verstanden werden.

Eine der Gemeinsamkeiten von Medizin und Kunst ist es, sich mit den Randbereichen des Lebens zu befassen – die eingesetzten Mittel sind jedoch gänzlich unterschiedlich. Während die Medizin meist mit einem positivistischen Ansatz unsere Körper und unsere Krankheiten vermisst und analysiert, kann Kunst einen Möglichkeitsraum eröffnen, sich dem Themenbereich „Intensivmedizin“ zweckfrei und irrational zu nähern. in between ist keine Bebilderung der Medizin, sondern die Künstler machen sich ihr ganz eigenes Bild zur Intensivmedizin. Sie beobachten, greifen ein, hinterfragen und öffnen damit im besten Fall eine Lücke – laden ein zum in between zwischen sich und den Zuschauern, zwischen Rationalität und Poesie.